Kurze Antwort: CPNP ist ein obligatorisches EU-Meldesystem, keine Zulassung für kosmetische Produkte. Eine Benachrichtigungsreferenz bestätigt, dass Informationen übermittelt wurden; Es beweist nicht, dass die Formel, die Sicherheitsbewertung, die Produktinformationsdatei, die Angaben, die Herstellung oder das Etikett der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 entsprechen.
Diese CPNP-Geschichte fasst öffentliche Daten der Europäischen Kommission zusammen und ist keine Kundenangelegenheit von FDABridge. Es ist in der Reihe „FDA Stories“ enthalten, da viele Exporteure die US-amerikanischen MoCRA- und EU-CPNP-Verpflichtungen gemeinsam verwalten.
Was zeigte der EU-Safety-Gate-Bericht 2025?
Die Europäische Kommission meldete im Jahr 2025 4.671 Safety-Gate-Warnungen, die höchste jährliche Gesamtzahl seit Einführung des Systems im Jahr 2003. Kosmetika machten 36 Prozent der Warnmeldungen zu gefährlichen Produkten aus – mehr als jede andere Produktkategorie. Die nationalen Behörden verzeichneten außerdem 5.794 Folgemaßnahmen, darunter Grenzstopps, Marktrücknahmen, Entfernungen von Online-Einträgen und Verbraucherrückrufe.
Nach Angaben der Kommission betrafen fast acht von zehn Kosmetikwarnungen BMHCA, auch bekannt als Lilial, ein verbotener synthetischer Duftstoff, der mit Fortpflanzungsschäden und Hautreizungen in Verbindung gebracht wird. Die Daten zeigen den Unterschied zwischen der Übermittlung von Produktinformationen und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften während der gesamten kommerziellen Lebensdauer eines Produkts.
Was bewirkt die CPNP-Benachrichtigung eigentlich?
Artikel 13 der EU-Kosmetikverordnung verpflichtet die verantwortliche Person, definierte Produktinformationen elektronisch mitzuteilen, bevor sie das Kosmetikum auf den EU-Markt bringt. CPNP stellt diese Informationen den zuständigen Behörden zur Marktüberwachung und Giftnotrufzentralen oder ähnlichen Einrichtungen zur medizinischen Behandlung zur Verfügung.
CPNP ist daher ein Benachrichtigungs- und Informationsaustauschportal. Die Europäische Kommission genehmigt nicht jede eingereichte Formel oder jedes Etikett vorab. Nationale Behörden können ein gemeldetes Produkt testen, seine Akte einsehen, einen verbotenen Inhaltsstoff oder einen Etikettierungsfehler feststellen und nach dem Markteintritt Korrekturmaßnahmen anordnen.
Was muss vor einer gültigen CPNP-Benachrichtigung vorhanden sein?
- Eine in der EU ansässige verantwortliche Person hat dies schriftlich akzeptiert und auf dem Produktetikett korrekt angegeben.
- Ein von einem entsprechend qualifizierten Sicherheitsgutachter ausgefüllter und unterzeichneter Sicherheitsbericht für kosmetische Produkte.
- Eine Produktinformationsdatei mit der Produktbeschreibung, CPSR, GMP-Erklärung, Anspruchsunterstützung und erforderlichen Testinformationen.
- Eine Formel, die anhand der aktuellen Anhänge zu verbotenen, eingeschränkten Farbstoffen, Konservierungsmitteln und UV-Filtern überprüft wurde.
- EU-konforme Kennzeichnung, einschließlich INCI-Inhaltsstoffe, Warnhinweise, Nenninhalt, Chargenkennzeichnung, Funktion, Haltbarkeitsangaben, Herkunft und erforderliche Landessprachen.
- Herstellung gemäß guter kosmetischer Herstellungspraxis und einem Post-Market-Verfahren für Beschwerden und schwerwiegende unerwünschte Wirkungen.
Warum veraltete Formeln ein CPNP-Risiko schaffen
Eine Formel war möglicherweise bei der ersten Meldung konform und wird nach einer Anhangsänderung oder einem Inhaltsstoffverbot nicht mehr konform. Ein CPNP-Datensatz aktualisiert die Formel nicht automatisch, formuliert das alte Inventar nicht neu, überarbeitet die Etiketten und aktualisiert den CPSR nicht automatisch. Die verantwortliche Person muss regulatorische Änderungen überwachen und die Compliance-Datei auf dem neuesten Stand halten.
Die BMHCA-Warnungen für 2025 veranschaulichen das betriebliche Problem: Alte Duftstoffbasen, Druckvorlagendateien, Lieferantenspezifikationen oder Restbestände können einen verbotenen Inhaltsstoff im Handel behalten, nachdem sich die Regel geändert hat. Die Portfoliokontrolle muss jede CPNP-Benachrichtigung mit der aktuellen Formelversion, Lieferantendokumentation, CPSR, Etikett und Verkaufsländern verknüpfen.
Schnelle Antworten für Nicht-EU-Kosmetikmarken
Ist eine CPNP-Nummer ein EU-Kosmetikzertifikat?
Nein. CPNP legt eine Benachrichtigungsreferenz vor, kein Zulassungszertifikat oder eine offizielle Feststellung, dass das Kosmetikum den Anforderungen entspricht.
Deckt eine CPNP-Meldung alle EU-Länder ab?
Durch die zentrale Meldung entfällt die Notwendigkeit einer separaten nationalen Produktmeldung innerhalb der EU, es können jedoch weiterhin nationale Sprach-, Kennzeichnungs-, Vertriebs-, Steuer-, Verpackungs- und Marktüberwachungspflichten gelten.
Wer ist für das gemeldete Produkt rechtlich verantwortlich?
Die in der EU eingerichtete verantwortliche Person ist dafür verantwortlich, die Einhaltung der Kosmetikverordnung sicherzustellen und Korrekturmaßnahmen zu koordinieren, wenn ein Produkt nicht konform ist.
Verifizierte öffentliche Quellen
- CPNP-Übersicht der Europäischen Kommission: https://single-market-economy.ec.europa.eu/sectors/cosmetics/cosmetic-product-notification-portal_en
- Verordnung (EG) Nr. 1223/2009, einschließlich Artikel 10, 11 und 13: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2009/1223/2024-04-04/eng
- Zusammenfassung des Safety Gate-Berichts 2025 der Europäischen Kommission: https://cyprus.representation.ec.europa.eu/news/commissions-2025-safety-gate-report-shows-increased-action-against-dangerous-products-and-stronger-2026-03-05_en
FDABridge — fdabridge.com/eu-cosmetics · fdabridge.com/apply/eu-cosmetics
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