Jede Lebensmittellieferung, die in die Vereinigten Staaten eingeführt wird — ob für den menschlichen Verzehr oder als Tierfutter — muss vor der Ankunft mit einer Prior Notice (Voranmeldung) bei der FDA angemeldet werden. Es gibt keine Mindestversandmengen-Befreiung. Deutschland exportiert eine Vielzahl von Lebensmitteln in die USA, darunter Bier, Süßwaren, Milchprodukte, Backwaren, Nahrungsergänzungsmittel und verarbeitete Lebensmittel. Wird die Prior Notice nicht oder fehlerhaft eingereicht, wird die Lieferung am Hafen zurückgewiesen, und der Exporteur trägt die Kosten für Rücktransport oder Vernichtung.
Was ist die FDA Prior Notice und warum wird sie benötigt?
Die Prior Notice wurde im Rahmen des Bioterrorism Act von 2002 als Maßnahme zur Lebensmittelsicherheit eingeführt. Sie ermöglicht der FDA, Risiken zu bewerten, bevor importierte Lebensmittel in den USA eintreffen. Die Meldung muss über das FDA Prior Notice System Interface (PNSI) oder das Automated Broker Interface (ABI/ACE) eingereicht und bestätigt werden. Für deutsche Exporteure bedeutet dies, dass vor jeder Lieferung die FDA-Registrierungsnummer der Produktionsstätte, der Produktcode und die Versenderinformationen korrekt sein müssen.
Meldefristen nach Transportart
Die FDA setzt je nach Transportart unterschiedliche Fristen für die Prior Notice fest. Bei Seetransport muss die Meldung mindestens 8 Stunden vor Ankunft bestätigt sein, bei Luft- oder Schienentransport 4 Stunden und bei Straßentransport 2 Stunden. Über PNSI eingereichte Meldungen dürfen nicht mehr als 15 Kalendertage vor dem erwarteten Ankunftsdatum eingereicht werden. Deutsche Exporteure, die über Hamburg, Bremen oder Bremerhaven versenden, müssen die Voranmeldung vor der Abfahrt abschließen.
Erforderliche Angaben in der Prior Notice
Die Meldung muss den FDA-Produktcode, die gebräuchliche Bezeichnung des Lebensmittels, die geschätzte Menge und Verpackungsinformationen, den Namen und die FDA-Registrierungsnummer der Produktionsstätte, Name und Adresse des Versenders, Name und Adresse des Importeurs oder Empfängers, den vorgesehenen Eingangshafen und das voraussichtliche Ankunftsdatum enthalten. Bei verarbeiteten Lebensmitteln ist auch die Losnummer erforderlich. Jedes Datenfeld muss korrekt sein — ein falscher Produktcode oder eine abgelaufene Registrierungsnummer führt zur Zurückhaltung der Lieferung.
Häufige Prior-Notice-Fehler deutscher Exporteure
Der häufigste Fehler ist die Verwendung einer abgelaufenen FDA-Registrierungsnummer. Die FDA-Lebensmittelbetriebsregistrierung muss alle zwei Jahre im Zeitraum Oktober bis Dezember gerader Jahre erneuert werden. Wird die Erneuerung versäumt, werden alle Prior Notices mit dieser Registrierungsnummer abgelehnt. Der zweithäufigste Fehler ist eine Diskrepanz zwischen der Produktbeschreibung in der Prior Notice und der tatsächlichen Lieferung. Der dritte Fehler betrifft das Timing — zu späte Einreichung oder Einreichung vor Bestätigung des tatsächlichen Ankunftsdatums.
Wie FDABridge deutsche Exporteure unterstützt
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